Mund- und Gesichtsspiele, die in Wirklichkeit eine überlebensgroße Version der Angesicht-zu-Angesicht-Spiele für Babys sind, sind wahrscheinlich die wichtigsten „Spiele“, um ein autistisches Kind zum Sprechen und zum Interesse an menschlicher Interaktion zu bringen. Sie spielen mit der instinktiven Faszination jedes Kindes für Münder, Augen und die emotionale Ausdruckskraft von Gesichtern. Münder und Augen können sich öffnen und schließen, aber Münder haben ein Inneres mit einer Zunge, die sich bewegt und weich ist, und Zähnen, die hart und fest sind. Münder können auch Geräusche und Töne machen. Augen können leuchten und uns ein wunderbares Gefühl geben, oder sich verdunkeln und uns Angst einjagen.

Dialogische Spiele

Erinnern Sie sich an die frühen Babyspiele, bei denen reine Kommunikations- und Dialogfähigkeiten geübt wurden? Wir brauchen keine Worte, um ein Gespräch zu führen! Wenn wir seine Laute oder Bewegungen nachahmen, wird das Kind wahrscheinlich mit Freude darauf reagieren und sie wiederholen. In diesem Moment führen wir einen Dialog, ein brabbelndes Gespräch oder einen Bewegungsdialog!

Wie wollen versuchen, anhand von gemeinsamem Mund- und Gesichtsspiel möglichst viele Kommunikationskreise in Gang zu halten und kleine Sequenzen zu machen, denen wir neue Elemente hinzufügen können und immer neue Geräusche zu erfinden, die man machen könnte.

  • Achten Sie auf Ihren Tonfall: Sie können ihn auf- und abschwellen lassen, LANGSAM und SCHNELL, plötzlich langsamer oder schneller werden lassen, …
  • Setzen Sie Ihre Körpersprache und Ihren Tonfall wie eine Katze ein, um sich langsam „ANZUSCHLEICHEN“ und dann das Kind plötzlich auf lustige Weise zu überraschen, wenn er es gerade nicht erwartet hatte
  • Machen Sie so lustige Geräusche mit Mund oder Zunge, dass er hinschauen MUSS.
  • Machen Sie es hinter ihm, so dass er sich umdrehen muss.
  • Wacklen Sie mit Ihrer Zunge, z. B. auf und ab, von einer Seite zur anderen, im Mund, … Können Sie noch 5 weitere Möglichkeiten erfinden?
  • Versuchen SIe zu prusten, die Lippen aufeinanderpressen und dann ‚ploppen‘ lassen, …
  • Blasen Sie Ihre Wangen auf … blasen Sie nur EINE Wange auf und lassen Sie das Kind draufdrücken, das die Luft rauszischt … dann die andere
  • Fletschen Sie Ihre Zähne … oder klappern Sie 3x mit den Zähnen und halten dann an, um zu warten, bis er es nachmacht …
  • Tun Sie so, als ob Sie ihm in die Finger … oder die Nase … oder das Ohr … oder die Zehen … beißen wollen. Und wenn Sie dies tun, tun Sie es natürlich sanft. Aber tun Sie es ruhig!! Oft findet das Kind dies sehr interessant oder lustig.

Damit diese Kommunikationsspiele erfolgreich sind, muss der Erwachsene ein Gefühl von Erwartung und Spannung erzeugen, was oft durch Nichtstun erreicht wird: Einfach nur warten, unsere Aufmerksamkeit erwartungsvoll auf das Kind gerichtet, wie das Dehnen und Strecken eines imaginären Gummibandes (normalerweise etwa zehnmal länger, als man dachte, dass man es könnte), erhöht die Spannung natürlich. Eine erwartungsvolle Atmosphäre, in der nichts passiert, kann das Gefühl hervorrufen, dass „etwas los sein muss“, was bedeutet, dass das Kind uns ins Gesicht schauen muss, um es herauszufinden: und damit haben wir Blickkontakt, Interesse und Engagement!

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